Unterschied Visa und Mastercard: Welche Karte passt besser zu dir?
Du stehst vor der Wahl zwischen Visa und Mastercard und fragst dich, welche Karte die richtige ist? In diesem Artikel erfährst du, wo die echten Unterschiede liegen, warum die Bank oft wichtiger ist als das Logo auf der Karte, und wie du die beste Entscheidung für deinen Alltag, dein Online Shopping und deine Reisen triffst.
Das Wichtigste zum Unterschied Visa und Mastercard in Kürze
Visa und Mastercard sind die beiden größten Kreditkartenanbieter weltweit. Im Alltag funktionieren beide Kreditkartennetzwerke nahezu identisch: Die meisten Nutzer bemerken im Alltag kaum Unterschiede zwischen den Karten. Die tatsächlichen Kosten, Leistungen und Konditionen entstehen nicht durch das Netzwerk, sondern durch die kartenausgebende Bank oder das Fintech. Für Verbraucher sind die Unterschiede zwischen Visa und Mastercard minimal.
Die wichtigsten Take-aways:
- Visa oder Mastercard, im Alltag kaum ein Unterschied. Beide werden an Millionen Akzeptanzstellen weltweit angenommen.
- Gebühren wie Jahresgebühr, Auslandseinsatzentgelt und Sollzinsen legt die Bank fest, nicht Visa oder Mastercard.
- Für Online Shopping und Reisen zählen Sicherheitsverfahren (Visa Secure / Mastercard Identity Check), Fremdwährungsgebühren und der Kartentyp.
- Die Wahl zwischen Visa und Mastercard hängt von der kartenausgebenden Bank ab, nicht vom Logo.
- Dieser Artikel bezieht sich konkret auf Deutschland und Europa 2024/2025 und nennt Beispiele mit typischen Visa Karten und Mastercard Varianten.

Was sind Visa und Mastercard eigentlich? (Kreditkartennetzwerk statt Bank)
Eine häufige Frage lautet, ob Visa und Mastercard selbst Kredite vergeben oder Konten führen. Die Antwort: Nein. Visa und Mastercard sind Zahlungsnetzwerke, keine Banken. Sie stellen die Infrastruktur bereit, über die Zahlungen zwischen Händlern, der Bank des Kunden und der Bank des Händlers im Hintergrund abgewickelt werden.
- Visa hat seinen Ursprung im Jahr 1958, Mastercard wurde 1966 gegründet (damals als Master Charge).
- Beide Unternehmen sind börsennotiert und verdienen ihr Geld durch Transaktionsgebühren, die sie von Banken und Händlern erheben, nicht direkt von dir als Karteninhaber.
- Jede Visa Karte oder Mastercard wird von einer Bank oder einem Fintech (z. B. DKB, Sparkasse, N26) ausgegeben. Diese Bank bestimmt die Konditionen: Jahresgebühr, Kreditrahmen, Zinssatz, Zusatzleistungen.
- Andere Kreditkarten Anbieter wie American Express oder Diners Club funktionieren anders: Sie geben Karten direkt an Kunden aus und legen Konditionen selbst fest.
- Das Logo auf deiner Karte sagt dir, welches Netzwerk deine Zahlungen abwickelt, aber nicht, wie viel du zahlst oder welche Services du bekommst.
Gemeinsamkeiten von Visa und Mastercard im Alltag
Im täglichen Leben gibt es überraschend wenig, was Visa und Mastercard voneinander trennt. Beide Systeme sind so weit verbreitet, dass du als Verbraucher in den meisten Situationen keinen Unterschied spürst.
- Visa wird in über 200 Ländern akzeptiert. Mastercard ist in über 210 Ländern aktiv.
- Beide funktionieren mit digitalen Wallets wie Apple Pay und Google Pay.
- Sowohl die Visa Kreditkarte als auch die Mastercard Kreditkarte werden an Millionen Akzeptanzstellen in Deutschland akzeptiert, in Supermärkten, Tankstellen, Hotels und Online Shops.
- Beide Kreditkartenanbieter bieten moderne Sicherheitsstandards: EMV-Chip, PIN, kontaktloses Bezahlen und 2-Faktor-Authentifizierung.
- Beide unterstützen kontaktloses Bezahlen mit NFC-Technologie.
- Visa und Mastercard bieten Debit-, Prepaid-, Charge- und Revolvingkarten an, der Kartentyp hängt von deiner Bank ab.
Wo liegen die echten Unterschiede zwischen Visa und Mastercard?
Die Frage „Visa oder Mastercard?" klingt nach einer großen Entscheidung. In der Praxis macht sie für Verbraucher meist weniger Unterschied als die Wahl der Bank, des Kartentyps und der Gebührenstruktur.
Trotzdem gibt es Detailunterschiede:
- Leichte Unterschiede bei der weltweiten Akzeptanz: Visa hat mehr als 130 Millionen Akzeptanzstellen weltweit, Mastercard hat rund 100 Millionen Akzeptanzstellen weltweit.
- Marktanteile variieren regional: In den USA wird Visa häufiger akzeptiert als Mastercard. Mastercard ist in Europa stark vertreten und hat ein dichtes Netz an Geldautomaten.
- Wechselkursberechnung: Beide veröffentlichen eigene Referenzkurse, die sich minimal unterscheiden können.
- Kooperationen mit Banken: Manche Banken bieten ausschließlich Visa Karten an, andere nur Mastercard, einige beide.
Diese Unterschiede sind eher technisch und vertraglich, im Bezahlalltag fallen sie selten auf. Die folgenden Abschnitte gehen auf die Details ein.
Akzeptanz weltweit: Wo funktionieren Visa und Mastercard besser?
Mastercard und Visa sind beide globale Zahlungsmittel, doch in bestimmten Regionen gibt es feine Unterschiede bei der Akzeptanz.
- Nordamerika und EU: Visa und Mastercard werden nahezu gleich akzeptiert. Visa wird an etwa 500.000 Stellen in Deutschland akzeptiert. Mastercard wird an rund 450.000 Stellen in Deutschland akzeptiert.
- USA: Visa hat einen leichten Vorsprung bei der Händlerakzeptanz. In den USA wird Visa häufiger akzeptiert als Mastercard.
- China: In China dominiert UnionPay, Visa und Mastercard werden selten akzeptiert, meist nur in internationalen Hotels und Flughäfen.
- Russland, Iran und sanktionierte Länder: Hier funktionieren weder Visa noch Mastercard zuverlässig.
- Geldautomaten: Mastercard kann durch Partnerschaften in manchen Regionen (z. B. Teile Südamerikas und Afrikas) eine etwas bessere Abdeckung bei Automaten bieten.
Visa hat weltweit 4,48 Milliarden aktive Karten. Mastercard hat etwa 551 Millionen Kreditkarten weltweit, ergänzt durch rund 1,83 Milliarden Debitkarten.
Für längere Fernreisen lohnt es sich, eine Kombination aus Visa und Mastercard mitzunehmen, um Ausfälle oder Akzeptanzprobleme abzufangen.

Online Shopping: Visa Secure vs. Mastercard Identity Check
Beim Online Shopping setzen beide Anbieter auf das 3D-Secure-Verfahren, um Zahlungen abzusichern. Visa und Mastercard nutzen das 3D Secure-Verfahren für Online-Zahlungen, bei Visa heißt es Visa Secure, bei Mastercard Identity Check.
- Die starke Kundenauthentifizierung (SCA) nach PSD2 verlangt in der EU eine zusätzliche Bestätigung: per TAN, App-Freigabe, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung.
- In der Praxis funktioniert das bei beiden Marken ähnlich. Ob deine Zahlung reibungslos läuft, hängt davon ab, wie gut deine Bank das Verfahren umgesetzt hat.
- Online Shops akzeptieren in der Regel sowohl Visa Card als auch Mastercard. Unterschiede zeigen sich eher bei einzelnen Aktionen, Rabatten oder Kooperationen.
- Prüfe, ob deine Banking-App das Sicherheitsverfahren zuverlässig unterstützt. Halte Handynummer und E-Mail bei der Bank aktuell, sonst kann die Freigabe scheitern.
Gebühren und Kosten: Warum die Bank wichtiger ist als Visa oder Mastercard
Einer der häufigsten Irrtümer: Viele glauben, Visa oder Mastercard bestimmen die Kosten ihrer Karte. Tatsächlich legen Visa und Mastercard keine Endkunden-Gebühren fest. Die tatsächlichen Kosten und Angebote hängen von der Bank ab.
Typische Kostenblöcke in Deutschland:
- Jahresgebühr: Von 0 € (kostenlose Karten bei Direktbanken) bis über 100 €. Visa-Karten können unterschiedliche Jahresgebühren haben, bis zu 100 Euro, bei Premiumkarten auch deutlich mehr.
- Bargeldabhebungen: Im Inland oft kostenlos am eigenen Bankautomaten, im Ausland typischerweise 2, 4 % plus Mindestgebühr (5, 10 €).
- Fremdwährungsentgelt: Oft 1,5, 2 % des Umsatzes. Visa erhebt für Zahlungen in Fremdwährung bis zu 2% Gebühren. Bei manchen Direktbanken: 0 %.
- Teilzahlungszinsen (Revolving): Zwischen 14 und 20 % effektiv pro Jahr, hier wird es richtig teuer.
- Ersatzkartengebühr: Je nach Bank 5, 25 €.
- Mastercard-Gebühren für Händler liegen zwischen 1% und 3%, diese Kosten trägst du als Kunde in der Regel nicht direkt.
Ein Beispiel: Eine kostenlose Visa Kreditkarte mit 0 € Jahresgebühr (z. B. bei einer Direktbank) kann im Ausland deutlich günstiger sein als eine Premium-Mastercard mit 100 € Jahresgebühr, aber besseren Versicherungen. Auch Prepaid Kreditkarten und Debitkarten haben je nach Anbieter unterschiedliche Gebührenmodelle.
Wechselkurse: Kleine Unterschiede zwischen Visa- und Mastercard-Kursen
Beide Netzwerke veröffentlichen täglich eigene Referenzwechselkurse, die sich am Interbankenmittelkurs orientieren.
- Mastercard hatte in manchen Währungen (z. B. britisches Pfund, bestimmte asiatisch-pazifische Währungen) historisch leicht bessere Kurse. Visa hatte in anderen Währungen minimale Vorteile.
- Die Unterschiede liegen meist im Bereich von Zehntelprozentpunkten, für den Endkunden selten spürbar.
- Der Bankaufschlag (Spread) von typischerweise 0,2, 0,5 % überlagert den Netzwerkeffekt fast immer. Dazu kommt das Fremdwährungsentgelt der Bank.
- Vor einer Reise kannst du die offiziellen Wechselkursrechner von Visa und Mastercard online prüfen.
Ein Rechenbeispiel: Bei 1.000 € Urlaubsausgaben in US-Dollar beträgt der Kursunterschied zwischen Visa und Mastercard oft weniger als 2, 3 €. Die Fremdwährungsgebühr deiner Bank (z. B. 1,75 %) schlägt dagegen mit 17,50 € zu Buche. Fazit: Der Wechselkurs des Netzwerks spielt eine untergeordnete Rolle, die Gebühren deiner Bank sind entscheidend.
Kartentypen: Kredit, Debit und Prepaid bei Visa und Mastercard
Die Frage „Mastercard oder Visa?" ist oft weniger wichtig als die Wahl des Kartentyps. Klassische Kreditkarte, Debitkarte oder Prepaid Kreditkarte, das hat konkrete Auswirkungen auf Bonitätsprüfung, Verfügungsrahmen, Einsatz bei Mietwagen oder Hotel-Kaution und den Schufa-Eintrag.
Beide Netzwerke unterstützen alle wichtigen Kartentypen. Banken in Deutschland haben meist mehrere Varianten im Programm.
Kreditkarte (Charge- und Revolving-Modelle)
Die klassische Kreditkarte, egal ob Visa Kreditkarte oder Mastercard, wird als Charge-Karte (Sammelrechnung einmal im Monat) oder als Revolving-Karte (Ratenzahlung mit Zinsen) geführt.
- Charge-Karte: Alle Kreditkartenumsätze werden gesammelt und einmal monatlich vom Konto abgebucht. Kein Zinsrisiko.
- Revolving-Karte: Teilzahlung möglich, aber mit hohen Zinsen (oft 15, 20 % p.a. effektiv). Vorsicht vor der Schuldenfalle.
- Vorteile: Kautionen bei Hotels und Mietwagen, Zahlungsaufschub, oft Reiseleistungen bei Gold- oder Platinum-Varianten.
- In Deutschland gängige Stufen: Classic (Basisfunktion), Gold (mit Reiseversicherungen), Platinum (mit Lounge-Zugang und erweitertem Versicherungspaket).
Debitkarte (Visa Debit / Debit Mastercard)
Debitkarten buchen Zahlungen sofort oder innerhalb weniger Tage direkt vom Girokonto ab. Seit 2020/2021 haben viele Banken auf Visa Debit oder Debit Mastercard umgestellt, oft als Ersatz für die klassische Girocard.
- Vorteile: Bessere Kostenkontrolle durch sofortige Belastung, gut einsetzbar im Online-Handel und im Alltag.
- Grenzen: Bei manchen Autovermietungen oder Hotels werden reine Debit Karten nicht akzeptiert, weil keine Kaution auf Kredit blockiert werden kann. Hier hilft eine zusätzliche „echte" Kreditkarte.
- Die Wunsch PIN lässt sich bei den meisten Banken online festlegen.
Prepaid Kreditkarten von Visa und Mastercard
Eine Prepaid Kreditkarte funktioniert nur mit vorher aufgeladenem Guthaben. Es gibt keinen Kreditrahmen.
- Geeignet für Jugendliche, Menschen mit schwächerer Bonität oder zur bewussten Kostenkontrolle.
- Keine Schufa-Prüfung nötig, aber auch kein Kredit.
- Gebühren bei Prepaid Kreditkarten sind oft höher und komplexer: Aufladegebühr, Monatsgebühr, Inaktivitätsgebühr.
- Prepaid Karten solltest du klar von klassischen Kreditkarten und Debitkarten abgrenzen, auch was den Einsatz bei Mietwagen, Hotels und bestimmten Online Shops betrifft.
Zusatzleistungen: Versicherungen, Boni und Statusprogramme
Zusatzleistungen wie Reiserücktrittsversicherung, Auslandskrankenversicherung, Mietwagen-Vollkasko, Cashback oder Bonus-Punkte werden in der Regel von der kartenausgebenden Bank festgelegt. Zusatzleistungen werden häufig von der kartenausgebenden Bank bestimmt, nicht vom Netzwerk selbst.
- Classic-Karten: Meist ohne nennenswerte Extras.
- Gold-Karten: Oft mit Reiserücktritts- und Auslandskrankenversicherung.
- Platinum-Karten: Lounge-Zugang, Concierge-Service, umfassende Versicherungen.
- American Express bietet in diesem Segment oft besonders viele Premiumleistungen (z. B. Membership Rewards), aber mit geringerer Akzeptanz und häufig höheren Gebühren.
Empfehlung: Gleiche die Leistungen mit deinem Nutzungsverhalten ab. Wer selten reist, braucht keine teure Karte mit Reiserücktrittsversicherung und Auslandskrankenversicherung. Wer regelmäßig fliegt, spart mit inkludierten Versicherungen unter Umständen Hunderte Euro pro Jahr.
Sicherheit: Visa Secure, Mastercard Identity Check & Haftung
Visa und Mastercard bieten ein sehr hohes Sicherheitsniveau. Beide Anbieter setzen auf intelligente Betrugserkennung in Echtzeit und schützen Transaktionen durch mehrere Schichten.
- EMV-Chip und PIN schützen bei Kartenzahlungen am Terminal.
- Visa Secure und Mastercard Identity Check sichern Online Zahlungen ab, als Standard in der EU durch PSD2 vorgeschrieben.
- Visa und Mastercard verwenden Tokenisierung zum Schutz sensibler Daten, besonders bei Mobile Payment über Apple Pay oder Google Pay.
- Karteninhaber haften maximal 50 Euro bei Verlust oder Betrug, sofern kein grob fahrlässiges Verhalten vorliegt. Viele Banken bieten sogar „Zero Liability".
- Karten können bei Verdacht auf Betrug sofort gesperrt werden, in der Regel per App oder Hotline innerhalb von Sekunden.
Empfehlung: Kontrolliere Kontoauszüge regelmäßig und melde verdächtige Transaktionen sofort deiner Bank.
Kontaktlos bezahlen und Mobile Payment mit Visa und Mastercard
Kontaktloses Bezahlen gehört in Deutschland 2025 längst zum Alltag. Ob Supermarkt, Bäcker oder ÖPNV, die NFC-Funktion wird breit unterstützt.
- Beide Marken ermöglichen kontaktloses Bezahlen per NFC-Karte. Zahlungen bis etwa 50 € sind in der Regel ohne PIN möglich, darüber wird eine PIN-Eingabe oder andere Authentifizierung verlangt.
- Die Integration in Apple Pay, Google Pay und weitere Wallets (z. B. Garmin Pay, Fitbit Pay) hängt von deiner Bank ab, nicht vom Netzwerk.
- Tokenisierung schützt deine echte Kartennummer: Beim Mobile Payment wird statt der Kartennummer ein einmaliger Token übermittelt.
- Beide funktionieren mit digitalen Wallets, ob du eine Visa Card oder Mastercard nutzt, macht beim Nutzungserlebnis am Smartphone keinen spürbaren Unterschied.
Reisen: Visa oder Mastercard als Reisekreditkarte?
Für Reisen ins Ausland zählen vor allem Akzeptanz, Fremdwährungsgebühren, Abhebegebühren und Versicherungsleistungen, nicht das Logo allein.
- Nimm mindestens eine „echte" Kreditkarte (Visa Card oder Mastercard) mit Kreditrahmen mit, idealerweise plus eine zweite Karte einer anderen Marke als Backup.
- Abhebungen mit Visa und Mastercard können gebührenfrei sein, achte auf Angebote von Direktbanken, die weltweit kostenloses Abheben ermöglichen.
- Einige Kreditkarten bieten gebührenfreie weltweite Zahlungen an. Solche Angebote findest du vor allem bei Neobanken und Direktbanken.
- Typische Reisefeatures bei Premiumkarten: keine Fremdwährungsgebühren, Reiserücktrittsversicherung, Mietwagen-Vollkasko, Auslandskrankenversicherung.
- American Express kann als Ergänzung sinnvoll sein, sollte aber unbedingt durch Visa oder Mastercard ergänzt werden, die Akzeptanz von Amex ist außerhalb der USA und Kanada deutlich eingeschränkter.
Identity Check & 3D Secure im Detail: So laufen Online-Zahlungen ab
Etwas technischer betrachtet: Das Verfahren EMV 3-D Secure 2.0 analysiert im Hintergrund Daten wie Geräteinformationen, Standort und bisheriges Kaufverhalten, um ein Risiko-Scoring durchzuführen.
- Frictionless Flow: Bei niedrigem Risiko läuft die Zahlung ohne zusätzlichen Schritt durch, schnell und bequem.
- Challenge Flow: Bei höherem Risiko wirst du aufgefordert, die Zahlung per App-Freigabe, SMS-TAN oder biometrisch zu bestätigen.
- Der Name variiert: Visa Secure bei Visa, Mastercard Identity Check bei Mastercard. Das Ziel ist identisch, Schutz vor Missbrauch beim Online Shopping.
- Damit das Verfahren reibungslos funktioniert, müssen deine Kontaktdaten (Handynummer, App, E-Mail) bei der Bank aktuell sein.
- Auch die Werbung beider Netzwerke betont die Rolle der Sicherheit: Cookies und Informationen über dein Gerät werden ausschließlich zur Risikoeinschätzung genutzt, nicht zu Marketingzwecken des Netzwerks.
Wie erkenne ich, ob ich eine Visa Karte oder eine Mastercard habe?
Nicht sicher, welche Karte du in der Hand hältst? So findest du es heraus:
- Das Logo auf Vorder- oder Rückseite zeigt „Visa" oder „Mastercard", das ist der einfachste Indikator.
- Die erste Ziffer der Kartennummer verrät das Netzwerk: „4" steht für Visa, „5" oder „2" für Mastercard. Diese sogenannte BIN (Bank Identification Number) ist standardisiert.
- Frühere Debitkarten-Marken wie V Pay (Visa) und Maestro (Mastercard) werden inzwischen weitgehend von Visa Debit und Debit Mastercard abgelöst.
- Wichtig: Achte auch auf den Kartentyp (Kredit, Debit, Prepaid), denn dieser beeinflusst den Einsatzbereich stärker als das Netzwerk-Logo.
American Express & Co.: Wie unterscheiden sich andere Kreditkartenanbieter?
American Express ist Mitglied in einer eigenen Kategorie: Amex agiert als direkter Kartenherausgeber und Netzwerk zugleich. Das bedeutet, American Express legt Konditionen, Gebühren und Präferenzen selbst fest.
- Amex bietet starke Bonusprogramme (z. B. Membership Rewards) und umfangreiche Premiumleistungen, oft mehr als bei vergleichbaren Visa- oder Mastercard-Produkten.
- Nachteil: Geringere Akzeptanz bei Händlern in Deutschland und Europa. Viele kleinere Geschäfte akzeptieren kein Amex.
- Diners Club und UnionPay sind weitere Netzwerke mit regionalen Stärken (UnionPay vor allem in China), aber kein Ersatz für Visa oder Mastercard im Alltag.
- Der Vergleich zeigt: Visa und Mastercard sind breit akzeptiert und flexibel mit vielen Banken und Partnern kombinierbar. Amex ist eher eine Ergänzung für Kunden, die den Wunsch nach besonderen Themen wie Premium-Services und Bonus-Programme haben.
Für wen lohnt sich welche Kombination: Nur eine Karte oder Visa und Mastercard?
Die Wahl der richtigen Kartenkombination hängt von deinem Leben und Nutzungsverhalten ab.
- Alltagsnutzung in Deutschland, wenig Auslandsreisen: Eine einzelne Karte (Visa oder Mastercard) mit guten Konditionen reicht in der Regel aus.
- Regelmäßige Reisen außerhalb Europas: Zwei Karten verschiedener Marken sind sinnvoll, falls ein Terminal oder Automat nur eine Marke akzeptiert oder der Kreditrahmen zeitweise ausgeschöpft ist.
- Online-Vielkäufer in Fremdwährung: Achte auf niedrige oder keine Fremdwährungsgebühren. Das Netzwerk ist hier zweitrangig.
- Empfehlungen für typische Szenarien: Eine Visa Kreditkarte mit inkludierten Versicherungen für Reisen, dazu eine Debit Mastercard oder Prepaid Kreditkarte als Backup.
- Wer Geld sparen will, vergleicht Angebote nach Faktoren wie Jahresgebühr, Auslandskonditionen und Zusatzleistungen, nicht nach dem Kartennetzwerk.
Wie bekommst du eine Visa oder Mastercard? Voraussetzungen & Beantragung
Eine Kreditkarte mit Kreditrahmen beantragen, das geht heute fast immer online. Die Voraussetzungen:
- Volljährigkeit (18 Jahre) und Wohnsitz in Deutschland.
- Positive Schufa-Auskunft und Einkommensnachweis (bei Kreditkarten mit Kreditrahmen).
- Beantragung per Online-Formular, Legitimation über VideoIdent oder PostIdent.
- Debit- und Prepaid-Karten (Visa oder Mastercard) sind oft mit weniger strengen Anforderungen erhältlich, teilweise auch für Jugendliche ab 14 oder 16 Jahren.
Empfehlung: Vergleiche vor der Beantragung Gebühren, Auslandskonditionen und Zusatzleistungen im Detail. Die Barclays Visa etwa ist ein Beispiel für eine Karte ohne Jahresgebühr, die regelmäßig in Vergleichen gut abschneidet. Doch jede Karte hat eigene Stärken, prüfe, was zu deinen Präferenzen passt.
Fazit: Visa oder Mastercard, worauf du wirklich achten solltest
Visa und Mastercard bieten technisch und funktional sehr ähnliche Dienste: hohe Akzeptanz, moderne Sicherheit und breite Integration in den Zahlungsverkehr. Der echte Unterschied liegt nicht im Logo, sondern in der Bank, dem Kartentyp, den Gebühren und den Zusatzleistungen.
- Analysiere zuerst dein Nutzungsverhalten: Alltag, Online Shopping, Reisen.
- Wähle dann den passenden Kartentyp: Kredit, Debit oder Prepaid.
- Vergleiche anschließend konkrete Angebote nach Kosten und Leistungen, nicht nach dem Netzwerk.
- Es gibt selten „die beste" Marke. Es gibt die beste Kombination für deinen individuellen Bedarf, oft mit zwei Karten (z. B. Visa und Mastercard, eventuell ergänzt durch American Express).
- Das Wichtigste: Lass dich nicht von Werbung oder dem Kartennamen leiten. Entscheidend sind die Konditionen, die deine Bank dir als Kunden bietet.
Dieser Artikel wurde mit Blogie erstellt.